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Montag, 28. Mai 2012

Popowärmer



Nun sind beide durchgetrocknet:

Meine neuen Stuhlkissen mit geradlinig graphischen Mustern.


Die Idee: Sie sollen verschieden sein und doch zu einander passen. Das Rostrot war mir erst einmal etwas zu bieder, aber mit dem - meiner Meinung nach - viel zu grellen Orange ging es eine tolle Verbindung ein. Blaue Akzente wirken hier ausgleichend.

Montag, 21. Mai 2012

Potenzial des Ungeplanten


Zusammentreffen von:
- einer Zipfelprobe nach Annette Quentin-Stoll, vergessen in einer Schachtel (da mißraten), 
- einem Stickquadrat, mit verschiedenen Schneckenmotiven, (als nutzlos erachtet),
- ein paar Wolllocken in blau, auf der Suche nach einer Bestimmung,
- Spitzen, Schneckenhäuser, Stickgarn und Alpaka.

Planlos ausgebreitet ...

Einer stillen Kommunikation gelauscht ...

Impulsen nachgegeben ...

Ungeplantes kann zusammenfinden, Prozesse in Gang setzen, neue Bestimmungen aufzeigen, schöpferisch wirken. Das Ergebnis überrascht und zieht die Blicke auf sich weil Neues entsteht. Es ist spannend und daher lebensbejahend.

Geplantes legt fest und schränkt die Freiräume ein. Aber es berechnet auch und führt dadurch zu weniger Mißerfolgen. Chaos oder Mangel sollen so vermieden werden. Es kann jedoch enttäuschen und es kann langweilig sein, sogar leblos.

Ich mag es zu planen, wo es sein muss, dort wo es elementar für mein Leben ist. Und doch:


Ungeplantes hat viele Facetten - eine davon ist die Kreativität. Herrlich ist die Freiheit im Denken, das Ausprobieren, das Loslassen - neugierig abwarten, was da werden wird.

Sonntag, 20. Mai 2012

Ein paar Eindrücke rund um den Vatertag

Colmar im Elsass und der nahegelegene Kaiserstuhl....

Zur Ruhe kommen,
die Seele baumeln lassen,
genießen ....

Zuerst ein Besuch in Colmar:
Die Metzgerei

Die Bäckerei
Ein Restaurant

Noch eine Metzgerei - Eine Auswahl ist das!!!

Dann noch schöne Stunden im Kaiserstuhl.
Hier durften wir uns niederlassen:
Nach dem Dreißigjährigen Krieg erbautes Gebäude
Einladung zum Glücklichsein

Die Vergänglichkeit ... bei Dämmerung

Mein Gastgeschenk - schon aufgehängt im Apfelbaum


Mittwoch, 16. Mai 2012

ATC - Artist Trading Card

ATCs (Artist Trading Card) sind kleine handgemachte Werke, die genau
3,5 x 2,5 inches (8,9 x 6,4 cm)
messen. Auf deutsch werden sie mit "Künstler-Tauschkarten"
übersetzt. Sie können aus
Papier, Metall oder textilen Werkstoffen
bestehen. Es gibt keinerlei Vorschriften für die Gestaltung, das heißt sie können
gestempelt, beklebt, bemalt, bestickt, mit Charms versehen
oder in einer der unzähligen anderen Möglichkeiten erstellt werden.
Auf der Rückseite werden
Name, Datum und Titel
vermerkt.
Den Ursprung haben diese kleinen Künstlerkarten in der Schweiz, als 1996
Vänci Stirnemann
auf einer Ausstellung seine eigenen bemalten Karten mit solchen,
die die Besuchern bemalten, tauschte. Dies löste einen wahren 
ATC-Boom aus. Heute werden im Netz 
spezielle Tauschbörsen nur für ATCsveranstaltet.
Die ATCs werden nie gehandelt sondern nur getauscht.

Die Demut des Herzens verlangt nicht, dass du dich demütigen,
sondern dass du dich öffnen sollst.
Das ist der Schlüssel des Austausches.
Nur dann kannst du geben und empfangen.
Antoine de Saint-Exupéry

Montag, 14. Mai 2012

Mädelszeug....

... meinte mein Freund lächelnd, als er diesen kleinen Schmuckanhänger sah. Japanisches Häkeln beim Anschauen eines japanischen Films -
"Nokan ... Die Kunst des Ausklangs".
Empfohlen hat ihn Gwennie hier . Ein Film mit sehr viel Tiefgang, der durch wunderschöne Cello-Musik begleitet wird.
(Verarbeitet habe ich Perlgarn aus der Restekiste und alte Perlmuttknöpfe.)

Montag, 7. Mai 2012

Der Traum des Karpfens - Teil 3

Die Nadel tanzt über den Rücken des Fisches. Edelsteine, Gold und Perlen zieren nun sein Kleid. Er richtet sich auf, dreht sich, wendet sich und betrachtet sich eingehend.










Sein Augenaufschlag sagt mir, dass er zufrieden ist. Er möchte nun los, ich würde ja wissen, dass er nicht mehr zurück in die tiefen Wassergründe wolle. Nun seien die Lüfte sein Element und hier käme sein neues Gewand auch wunderbar zur Geltung.

Er betrachtet sich noch einmal, als er die kleine Seejungfrau bemerkt. Ob sie den selben Traum hätte?, fragt er sie. "Ja", auch wenn die Meere, wo sie herkomme, weit mehr Raum böten, als des Karpfens kleinere Gewässer. Auch sie wolle den weiten Himmel kennenlernen. Sie wünsche sich so sehr, auf den Lichtstrahlen der Sonne entgegen zu fliegen und dabei den Wolken zu zu winken.


Der Karpfen errötet ein wenig, angesichts der Schönheit der kleinen Jungfrau. Er neigt sich ihr zu und hebt sie mit seiner Flosse auf seinen Rücken. Gemeinsam wollen sie nun das Neue erkunden. Noch einmal schaut er mir tief in die Augen und macht dann die ersten Flugversuche.


Ich winke ihm zu und ermutige ihn: "Du musst es tun, sonst weißt du nicht, ob es gut für dich ist. Nimm auch die Perle mit,
sie soll dich immer erinnern, dass aus einem kleinen grauen Sandkörnchen eine weiße, schillernde Perle wachsen kann. Auch dein Traum fing einmal mit einem kleinen Gedanken an. Möge er nun wachsen, sich verwandeln und ein Teil deines Lebens werden!"

Mittwoch, 2. Mai 2012

Der Traum des Karpfens - Teil 2

Immer noch ist er nicht ganz zufrieden. Die Perlen stünden ihm gut, auch der Glanz der Garne würden sein Schuppenkleid schön zur Geltung bringen, lässt er mich wissen. Jedoch, sein Antlitz sollte nicht vergessen werden. Schließlich sei er ein Karpfen und würde uns an den ganz hohen Feiertagen ja auch mit seinem guten Geschmack verwöhnen, setzt er lächelnd hinzu.
Ein wenig ratlos schaue ich ihn an - vielleicht ein wenig Rot? Freudig lächelt er mir zu.

Samstag, 28. April 2012

Der Traum des Karpfens - Teil 1


Im Bauch der Nacht träumte der Karpfen vom Fliegen
Aufgewacht ist er geräuchert im Liegen

Arezu Weitholz

Mein Fisch möchte den Traum nun zu Ende träumen. Nicht nur Fliegen will er, nein ein königliches Gewand möchte er ebenfalls. So muss noch allerhand Geschmeide angeschafft werden - Gold, Perlen und Edelsteine - wie es sich für einen Blaublütigen geziemt. 
"Haaaaalt" - möchte ich ihm zurufen, "gaaaanz langsam! Ein schönes Gewand muss richtig passen, und die Stickereien brauchen auch ihre Zeit". 
Der Fisch legt sich geduldig nieder, hält inne und raunt mir hin und wieder zu, welche goldgewirkten Fäden ihm besonders gut stünden.

Sonntag, 22. April 2012

Kleine Dinge - große Wirkung

Wenn sich partout kein warmes Wetter einstellen will und deshalb ein lustloses Sofawochenende stattfindet und man auch keine Lust auf große Projekte hat, dann ist es am besten, sich den ganz kleinen Dingen zuzuwenden. Insbesondere solchen, bei denen man nicht viel grübeln muss und die bei Bedarf schnell im Wollkorb abgelegt werden können. 
So entstand aus kleinen, unspektakulären Filzresten dieser Ball im Patchworkstil.

Montag, 9. April 2012

Ein Herz für den Alltag


Schön war unser Kurzurlaub in den Französischen Alpen. Malerische Dörfer, nette Leute, eine komfortable Ferienwohnung und Supermärkte wie Feinkostläden.
Nun hat mich der Alltag wieder und ich werde mein ganzes Herz der neuen Woche widmen.

Filz als Crazy Patch
Mit dem Embellisher habe ich einen "bunten" Filz genadelt. Diesen wieder zerschnitten, neu zusammengefügt und zuletzt bestickt.

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.
Konfuzius
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